Trade – Willkommen in Amerika

 

Trade – Willkommen in Amerika Trailer

Trade – Willkommen in Amerika

“Trade – Willkommen in Amerika” ist eine deutsch-amerikanische Produktion aus dem Jahr 2007. Regie führte Marco Kreuzpaintner, der Film selbst wurde von Roland Emmerich und Rosilyn Heller produziert. Zur Deutschlandpremiere von Trade waren neben dem Regisseur Marco Kreuzpaintner und Produzent Roland Emmerich auch Ute Kretschmann für Plan International (Prävention) und UNICEF-Patin (Kinderprostitution) Katja Rieman anwesend. Der Film selbst greift das Thema Menschenhandel von osteuropäischen Ländern und Mexiko Richtung USA auf.

 

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Trade – so schnell können Frauen in den Händen von Menschenhändlern sein

Jorge (Cesar Ramos), der mit seinen Freunden ahnungslose Touristen in Mexico-City um einige Dollar erleichtert, die sich Tipps zu minderjährigen Prostituierten versprechen, kümmert sich intensiv um seine jüngere Schwester Adriana (Paulina Gaitán). So schenkt er ihr gegen den Willen der Mutter ein Fahrrad. Der Mutter ist es offensichtlich zu gefährlich, dass die 13-Jährige damit auf den Straßen unterwegs ist. Heimlich fährt sie damit dennoch los und wird tatsächlich entführt. Doch die russischen Menschenhändler, die hinter der Entführung stecken, konzentrieren sich nicht nur auf mexikanische Kinder, sondern locken auch ahnungslose junge Polinnen nach Mexiko mit der Aussicht auf einen vermeintlich gut bezahlten Job als Au-pair-Mädchen oder Ähnliches. So auch Veronica (Alicja Bachleda-Curu?) und ihre Freundin. Als die jungen Frauen am Flughafen angekommen erkennen, was ihnen droht, versucht die Freundin von Veronica zunächst zu fliehen, kommt dabei jedoch ums Leben.

Jorge bekommt Unterstützung bei der Suche nach seiner Schwester

Veronica und Adriana lernen sich bald in dem Verlies kennen, in dem sie zusammen mit anderen festgehalten werden. Zudem muss die 13-Jährige mit ansehen, wie Veronica zum Brechen ihres Willens vor ihren Augen vergewaltigt wird. Die Entführer haben vor, sämtliche Frauen und Kinder in die USA zu bringen. Adriana bleibt das Schicksal einer Vergewaltigung zunächst erspart, weil ihr Wert jungfräulich einfach höher ist. Doch ihr Bruder Jorge will nicht akzeptieren, dass seine kleine Schwester einfach so verschwunden ist. Also heftet er sich an deren Fersen und lernt dabei den US-Polizisten Ray Sheridan (Kevin Kline) kennen, der ebenfalls auf der Suche nach seiner unehelichen Tochter ist, die er zusammen mit einer Mexikanerin hat. Zunächst will er die Geschichte von Jorge nicht so recht glauben, doch schlussendlich tun sich beide zusammen, die jungen Frauen und Kinder in New Jersey zu finden. Problematisch wird es, als die hiesige Polizei ihre Mitarbeit verweigert, also muss Sheridan selbst handeln.

Trade beruht auf einem Artikel der New York Times

Der Film basiert auf dem journalistischen Artikel “The girls next door” von Peter Landesman, der drei Jahre vor dem Filmstart in der New York Times veröffentlicht wurde und eine heftige Internet-Diskussion ob der hohen Zahlen von möglichen Opfern solcher Entführungen in und zu den USA auslöste. Der Film “Trade – Willkommen in Amerika” packt das Thema direkt an, verfällt allerdings zeitweise zu sehr in die Klischees kommerzieller Thriller. Das Thema hätte durchaus intensiver und kritischer beleuchtet werden können. Dennoch wirft es einen ernsten und seriösen Blick auf die Zustände, welche von der öffentlichen Wahrnehmung gerne ignoriert werden. Der Film Trade gewann für dieses soziale Engagement unter anderem den Hessischen Filmpreis (2007) sowie den Deutschen Filmpreis (2008), wobei für den Hessischen Filmpreis eine Sonderplatzierung für “Cinema for Peace Special Award” ausgerufen wurde.

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