Das Thema  
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amnesty internationalPlan International Deutschland e. V. terre des hommes Deutschland e.V. Hilfe für Kinder in NotUNICEF DeutschlandKOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V.KARO eV.Terre des Femmes
 
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terre des hommes Deutschland e.V.

terre des hommes Deutschland e.V.
Spendenkonto 700800700
Volksbank Osnabrück eG
BLZ 265 900 25
Kontakt: Hannelore Book, Spenden@tdh.de, Tel. 0541/7101-128

Seit 40 Jahren setzt sich das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes weltweit für Not leidende Kinder ein. Zunächst wurden verletzte Kinder aus dem Vietnamkrieg gerettet und in Deutschland versorgt; später kamen Bildungsprogramme, Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit und Kinderprostitution, Zentren für Straßenkinder sowie Initiativen zum Schutz von Kindern vor Krieg und Gewalt hinzu. Bereits 2001 startete terre des hommes eine internationale Kampagne gegen Kinderhandel mit Beteiligung von mehr als 900 Partnerorganisationen in 36 Ländern.

Weltweit unterstützt terre des hommes derzeit 40 Projekte gegen Kinderhandel. Sie beugen dem Einsatz von Kindern als Prostituierte, Bettel- oder Klaukinder vor und schützen Kinder vor der Ausbeutung als Arbeitssklaven in Steinbrüchen, auf Kakao- oder Baumwollplantagen. Auch die direkte Unterstützung von Opfern wird in terre des hommes-Projekten geleistet. Zwei Beispiele der Projektarbeit werden hier vorgestellt:

Projekt GABFAI

Thailand ist eine der Drehscheiben des Kinderhandels in Südostasien, der grenzüberschreitend zwischen China, Burma und Laos organisiert ist. Viele Menschen kommen aus diesen Ländern nach Thailand in der Hoffnung, dort bessere Lebensbedingungen zu finden. Oftmals sind es Angehörige ethischer Minderheiten, die in ihren Ländern verfolgt und diskriminiert werden. Ihre Illusionen über die Möglichkeiten, die sie im Norden Thailands, in Chiang Mai oder auch in Bangkok haben, werden von Kriminellen und auch Behörden gern ausgenutzt, zumal diese Menschen oft Analphabeten und mit den Bedingungen vor Ort nicht vertraut sind. Zahlreiche Familien von Wanderarbeitern zerfallen unter dem Druck von Armut, Illegalität und Perspektivlosigkeit. Die Kinder sind dann auf sich allein gestellt oder familiärer Gewalt ausgesetzt, vor der sie auf die Straße fliehen. So sind sie ein leichtes Opfer für die Kinderhändler.

Viele Familien fallen auf die Versprechungen von Menschenhändlern herein. Sie geben ihre Kinder Mittelsmännern in dem Glauben, dass sie so eine Ausbildung bekommen oder zumindest regulär arbeiten können. Andere lassen sich direkt eine kleine Summe auszahlen.

In Chiang Mai im Norden Thailands wurde 1986 die Organisation GABFAI gegründet. Chiang Mai entwickelt sich zu einem Wirtschaftszentrum und zieht neben illegalen Wanderarbeitern auch jährlich über drei Millionen Touristen an. Nicht wenige kommen auch, um Kinder sexuell zu missbrauchen.

Es ist eine Organisation, die Mädchen und Jungen und – wenn vorhanden – deren Familien mittels Straßentheater
Projekt GABFAI
auf die Gefahren des Kinderhandels aufmerksam macht. In verschiedenen Provinzen gibt es mittlerweile landesweit pro Jahr über 500 Vorführungen. GABFAI arbeitet mit Schulen und Studenten zusammen, trainiert Aktivisten und entwickelt mit Jugendlichen Aufklärungsmaterial, Handreichungen und angemessene szenische Darstellungsformen für das Thema. Außerdem bietet GABFAI den Austausch mit Organisationen, die für gehandelte oder befreite Kinder Schutz bieten und überzeugt Familien davon, ihre Kinder nicht wegzugeben. Dazu gehört wiederum auch der Kontakt zu Programmen, die armen Familien Rechtshilfe gewähren und sie dabei unterstützen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Sensibilität für das Problem des Kinderhandels ist in der Region in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies zeigt, dass die Arbeit von Organisationen wie GABFAI erfolgreich ist und Wirkung zeigt.


Projekt Fundación Esperanza

Die Stiftung „Hoffnung auf eine sichere Rückkehr“, kurz Fundación Esperanza entstand Mitte der 90er Jahre in Bogotá im Zusammenhang mit Studien gegen Frauenhandel, insbesondere zwischen Kolumbien und den Niederlanden. Heute arbeitet die Stiftung in verschiedenen Bereichen der Verteidigung der Rechte von Migranten, insbesondere unterstützt die Stiftung Opfer von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Kinder, die ausgebeutet werden.

Dies geschieht durch direkte vorbeugende und aufklärende Arbeit mit den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, Ausbildung von Multiplikatoren und Amtsträgern durch Medien und Pressearbeit, sowie juristischer und psychosozialer Hilfe in konkreten Fällen. Darüber hinaus werden Vorbeugungs- und Unterstützungsnetze mit staatlichen Stellen und anderen Organisationen der Zivilgesellschaft aufgebaut, und es wird Lobbyarbeit zur Verbesserung der Rechtslage betrieben.

Im Jahr 2000 wurde die Arbeit gegen Frauenhandel im Depto. Cauca begonnen, im Jahr 2001 startete mit Unterstützung von terre des hommes die erste Phase der Kampagne gegen Kinderhandel in der Stadt Bogotà mit
Projekt Fundación Esperanza
Schwerpunkt auf präventiver Aufklärung, Medienproduktion und der Ausbildung von 491 Multiplikatoren in Bogotá. Die zweite Phase ab 2002 und dritte Phase ab 2003 legte ein größeres Schwergewicht auf die Aufdeckung und Anklage von Kinderhandel. Gleichzeitig wurde Lobbyarbeit betrieben, um die Gesetzeslage zu verbessern. Ausgebildet wurden in der zweiten Phase 168 Multiplikatoren in der Touristenstadt Cartagena, die wiederum 1.957 weitere Personen fortbildeten, sowie in Bogotà 910 Multiplikatoren, die 3.599 weitere Personen informierten. In der dritten Phase waren es 177 Multiplikatoren in Cartagena und 1.077 in Bogotá.

Mit Unterstützung anderer Organisationen wie Solidaridad Internacional und Manos Unidas aus Spanien, der schweizer wie der holländischen Botschaft, der staatlichen japanischen Entwicklungszusammenarbeit, von ILO-IPEC, UNIFEM wurde die Arbeit auf andere Landesteile ausgedehnt, eine Homepage und vielfältiges Material für die Öffentlichkeitsarbeit produziert.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich der sexuellen Ausbeutung, sei es über Fallbetreuung am Flughafen oder beim Aufbau eines Netzwerks gegen sexuelle kommerzielle Ausbeutung in Cartago, Girardot, Villavicencio, Calarcá und Barranquilla, dessen Weiterarbeit inzwischen autonom funktioniert und finanziert wurde.

Die Fundación Esperanza hat 36 MitarbeiterInnen in Bogotá, und weitere 5 in anderen Landesteilen Kolumbiens.

Tabio (10.063 Einwohner), Tenjo (15.395), Cota (11.471), Mosquera (20.440), Chia (45.696) und Soacha (230.335) im zentralen kolumbianischen Depto. Cundinamarca, im Umland von Bogotá gehören zu den besonders in Bezug auf Kinderhandel gefährdeten Regionen. Einmal, weil die Kampagnenarbeit in Bogotá dazu geführt hat, dass Händlerringe nun verstärkt die Provinzen aufsuchen, zum anderen, weil die Bevölkerung zwar ländlich wohnt, durch die Nähe zur Hauptstadt Bogotá sich jedoch besonders stark an urbanen Konsumwünschen orientiert, die sie zumeist nicht befriedigen können.

Die Kampagne wird hier mit Unterstützung von terre des hommes ebenfalls in drei Phasen arbeiten: Zunächst die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung für das Problem über Massenmedien. In einer zweiten Phase sollen zentrale Akteure (Lehrer von öffentlichen und privaten Schulen, Sprecher lokaler Gemeindeorganisationen, Jugendgruppen, Elternvereinigungen, lokale Autoritäten, Schutzpolizei, Sozialbehörden, Kriminalpolizei und Interpol, Gesundheitseinrichtungen, Bürgervertretungen, und kinder- und jugendspezifische Gruppen) in Kursen zu Multiplikatoren ausgebildet werden.

Die Einbeziehung von Jugendgruppen wird ein neues strategisches Element sein. Parallel sollen zudem kommunale Netzwerke gegen Kinderhandel aufgebaut werden. Eine dritte Phase soll der Nachbetreuung der Multiplikatoren und Netzwerke dienen und ein Schwergewicht auf die Strafverfolgung legen.

Weitere Informationen:
terre des hommes Deutschland e.V.
Hilfe für Kinder in Not
www.tdh.de




Nina Kronjäger, Schauspielerin und Plan-Patin

 
»Es ist ein Skandal, dass Kinder wie Ware gehandelt werden. Deshalb engagiere ich mich gegen dieses Verbrechen an Kindern und würde mich freuen, wenn auch Sie das tun. Kinder sind keine Ware!«


Dagmar Berghoff,
Schirmherrin von terre des hommes


 


Nina Kronjäger, Schauspielerin und Plan-Patin  
»Kinder gehören in die Schule und nicht ins Bordell. Damit die Ausbeutung von Frauen aufhört und Kinder ein Recht auf Kindheit bekommen, engagiere ich mich gegen Menschenhandel. Machen auch Sie mit!«


Barbara Schöneberger,
TV-Moderatorin und Unterstützerin von terre des hommes

Foto: Christel Kovermann


 


Nina Kronjäger, Schauspielerin und Plan-Patin  
»Ich finde es wichtig, sich gegen den Handel mit Frauen und Kindern zu engagieren, denn Menschen sind keine Ware.«


Barbara Auer,
Schauspielerin und Unterstützerin von terre des hommes

Foto: Copyright Janine Guldener